Dr. med. vet. Ian Steuer

Praxis für integrative Tiermedizin und Akupunktur

Mykotherapie

Unter Mykotherapie versteht man die therapeutische Anwendung von sogenannten Vitalpilzen.
Es handelt sich dabei ausnahmslos um ungiftige Pilze. Die meisten sind sogar als hochwertige Speisepilze bekannt (z.B. Shitake und Austernpilz).
In Asien und Südamerika hat die Pilzheilkunde eine ungebrochene, jahrtausendealte Tradition. Im Westen wurden Pilze bis ins Mittelalter medizinisch angewendet (z.B. von Hildegard von Bingen), kamen dann aber durch abergläubische Zuordnung zu den Mächten der Finsternis (Hexenringe etc.) in Verruf.
Seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts sind die Pilze in den Focus der medizinischen Forschung gerückt. Inzwischen konnten viele ihrer traditionellen, therapeutischen Anwendungsbereiche wissenschaftlich belegt werden. Die USA und Japan sind in diesem Forschungsgebiet führend.
Derzeit werden 10-12 Pilzarten therapeutisch eingesetzt. An weiteren Pilzarten wird intensiv geforscht.

Pilze werden verwendet:

  • generell zur Verbesserung der körpereigenen Abwehr (Immunmodulation)
  • in der Krebsprophylaxe und -therapie
  • in der Infektionsprophylaxe und -therapie
  • bei Allergien
  • zur Stoffwechselregulation (Verbesserung von Blutzucker-, Blutfett-, und Cholesterinwerten)
  • zum Leberschutz
  • zur Thrombosepropylaxe (Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes)
  • bei chronisch degenerativen Erkrankungen (Arthrose, chron. Nierenversagen, Altersdemenz, Nervenleiden)
  • zur Leistungssteigerung

Zum Einsatz kommen hauptsächlich Extrakte, d.h. pulverisierte Konzentrate einer Abkochung, aber auch Pulver aus dem ganzen getrockneten Pilz. Viele unserer verwendeten Pilzzubereitungen haben Bioqualität.
I.d.R. werden die Pilze über einen längeren Zeitraum (4-12 Wochen) verfüttert. Die therapeutische Wirkung stellt sich meist erst allmählich ein.
Nebenwirkungen sind selten und betreffen hauptsächlich Unverträglichkeiten im Magen-Darmtrakt bei Fleischfressern.
Die meisten Hunde akzeptieren die Pilze problemlos.
Akzeptanzprobleme bei Katzen kann man oft durch einschleichende Dosierung und langsame Gewöhnung an den Geschmack umgehen.
Von Kaninchen und Nagern werden die Pilze gut aufgenommen und zeigen eine hervorragende Wirkung.

Schopftintling - ein essbarer Vitalpilz