Dr. med. vet. Ian Steuer

Praxis für integrative Tiermedizin und Akupunktur

Unterstützende biologische Tumorbehandlung

Bei unseren Heimtieren werden in zunehmenden Maße Tumorerkrankungen diagnostiziert.
Das mag verschiedene Ursachen haben.
Ich bin der Ansicht, dass unsere Heimtiere, genau wie wir, einer wachsenden Anzahl von unterschiedlichsten Stressoren ausgesetzt sind, die die körpereigenen Kontrollmechanismen gegenüber entarteten Zellen schwächen.

Tumorwachstum ist unkontrolliertes Wachstum. Wenn ein Tumor im Körper wächst, hat der Körper die Kontrolle verloren.
Biologische Tumortherapie zielt nicht darauf ab, den Tumor zu zerstören, sondern dem Körper zu helfen, die Kontrolle wiederzuerlangen.

Aber zur Beachtung: Ein bösartiger Tumor ist eine aggressive Erkrankung, und die konventionelle Medizin hat ein aggressives und potentes Arsenal entwickelt, um den Tumor im Körper zu besiegen (chirurgische Eingriffe, Chemotherapie, Bestrahlung).
Fortschritte in der Tumorforschung machen es heute möglich, den Tumor effizienter und selektiver zu treffen und dabei die Kollateralschäden im Rest des Organismus geringer zu halten.
Der derzeitige Standard ist die naturwissenschaftlich durchgeführte onkologische Diagnostik und Therapie.

Unterstützende biologische Tumorbehandlung hat damit ihren Einsatzbereich:

  • als alternative Therapiemöglichkeit, wenn eine Standarttherapie für das Tier nicht in Frage kommt ( z.B. wegen Alter, Multimorbidität, im Gegensatz zum Menschen aber auch aus finanziellen Gründen oder weil Sie, als Tierbesitzer, die Standardtherapie ablehnen)
  • als alternative Therapiemöglichkeit bei „austherapierten“ Fällen
    (Hier ist die Prognose aufgrund der Schädigung des Organismus durch die Vorbehandlung allerdings schlecht)
  • als begleitende Therapiemaßnahme, um die Nebenwirkungen einer Chemotherapie oder Bestrahlung zu verringern
  • als Nachbehandlung zur Standarttherapie, um die Widerstandskraft zu verbessern und Rezidiven vorzubeugen

Ich setze hauptsächlich drei Therapieverfahren ein: Mykotherapie, Homotoxikologie und Akupunktur
Weitere begleitende Maßnahmen können Diätetik und Nahrungsergänzungen sein, sowie Bachblüten zur Unterstützung der psychischen Stabilität, diverse Phytotherapeutika und durchaus auch allopathische Schmerzmittel, die Stressminderung durch Schmerzfreiheit bringen.

Mykotherapie:

Vitalpilze haben in der Tumortherapie einen klassischen Einsatzbereich. Ihre Anti-Tumor-Wirkungen sind durch wissenschaftliche Studien gut erforscht und belegt. Einige Vitalpilzextrakte sind in den USA und in Japan als Tumormedikamente oder zur begleitenden Therapie offiziell zugelassen. Vitalpilze werden oft in Kombination mit der Chemotherapie eingesetzt. Sie vermindern nachweislich deren Nebenwirkungen und verbessern den Therapieerfolg statistisch signifikant.

Homotoxikologie:

Hier gibt es standardisierte Protokolle und klinische Studien (keine Blindstudien) zur Behandlung von Tumorpatienten.
Insbesondere die (Nach)behandlung von Gesäugetumoren zeigt gute Erfolge.
Ich konnte erstaunliche Langzeitüberlebensraten von Katzen mit Mammatumoren unter dieser Therapie beobachten.
Homotoxikologie ist geeignet als Alternative zur Standarttherapie (s.o.) und zur Nachbehandlung. Begleitend zu einer Chemotherapie bleibt sie wirkungslos, da sich die Therapieprinzipien widersprechen.

Akupunktur:

Tumorwachstum ist die Folge eines energetischen Kontrollverlustes.
Die Akupunktur hat zum Ziel das energetische Gleichgewicht der fünf grundsätzlichen Energiequalitäten des Körpers wiederherzustellen.
Wenn das gelingt, kommt es günstigstenfalls zur Remission oder Teilremission des Tumors (Der Tumor verschwindet oder schrumpft.).
Möglich ist auch einfach ein Abstoppen des Tumorwachstums oder eine Verlangsamung.
Der Therapieerfolg ist in Fallstudien belegt, aber nicht wissenschaftlich anerkannt.
Akupunktur eignet sich als Alternative zur Standarttherapie (s.o.), allerdings nur bei bestimmten Tumorarten und nur bei Tumoren, die nicht chirurgisch vorbehandelt sind.
Gute Dienste leistet sie bei der begleitenden Behandlung von Tumorschmerzen, Übelkeit infolge Chemotherapie und zur Stützung des energetischen Gleichgewichts des Körpers.